Neueste Beiträge

Prostatakarzinom - Medikation kann PSA beeinflussen

12.12.2018
Studien zufolge kann der PSA nicht nur durch Erkrankungen der Prostata, sondern auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente beeinflusst werden. So wiesen Probanden der PROBASE-Studie, die Metformin, Insulin und andere Antidiabetika oder ACE-Hemmer einnahmen, einen signifikant niedrigeren PSA-Wert auf. Und auch Finasterid ist bereits in der geringen Dosierung von 1 mg mit einem niedrigeren PSA assoziiert. Die Evidenz dieser Ergebnisse sowie ihre künftigen Auswirkungen auf die Interpretation des PSA-Werts im Rahmen der Prostatavorsorge müssen in weiteren Studien untersucht werden.

Überaktive Blase - Patienten realistische Therapieerwartungen vermitteln

04.12.2018
Für eine geringe Adhärenz und hohe Therapieabbruchraten bei überaktiver Blase (OAB) sind entgegen der ärztlichen Meinung vielfach nicht in erster Linie die möglichen Nebenwirkung der eingesetzten Antimuskarinika verantwortlich, sondern häufig die nicht erfüllten Therapieerwartungen von Seiten der Patienten. Um realistische Erwartungen vermitteln und damit die Akzeptanz der Therapie erhöhen zu können, sind jedoch evidenzbasierte Daten zur Erlangung von Symptomfreiheit notwendig. Solche Daten für die Praxis liefern jetzt die Ergebnisse zweier großer nicht interventioneller Studien.

Urothelkarzinom: Verträglichkeit der Mitomycin-Therapie

21.11.2018
Nach der operativen Entfernung eines nicht-muskelinvasiven Harnblasentumors wird eine regelmäßige intravesikale Instillationsbehandlung durchgeführt. Durch das dabei eingesetzte Zytostatikum Mitomycin C kann es zu Nebenwirkungen kommen, die durch die lokale Anwendung der Behandlung oft auf Blase, Harnwege und Niere beschränkt sind. Bei entsprechender Sensibilität sind auch Hautreaktionen möglich.

Antihormontherapie beim Prostatakarzinom Knochen vor Abbau schützen

01.11.2018
Im Verlauf der Androgendeprivationstherapie (ADT) zur Behandlung eines Prostatakarzinoms kann es zu einer Abnahme von Knochenmasse und -dichte bis hin zur Osteoporose kommen. So ist eine langfristige ADT bei 80 % der Patienten mit Osteopenie/Osteoporose assoziiert, mit einer 5-20%igen Inzidenz von osteoporotischen Frakturen. Zur Prävention kommen verschiedene Maßnahmen infrage. Dazu zählen vor allem ein gesunder Lebensstil inkl. ausgewogener Ernährung, Sport, moderatem Körpergewicht und Rauchstopp. Gegebenenfalls sind aber auch Medikamente ratsam. Sowohl Bisphosphonate als auch der Antikörper Denosumab können die Knochen signifikant stärken.

Enuresis nocturna Studie zeigt genetische Ursachen

10.10.2018
Mit Enuresis nocturna assoziierte Gene und Genvarianten können zu einer früheren Identifizierung von Kindern mit einer Veranlagung zum Bettnässen beitragen. So konnten im Rahmen einer genomweiten Assoziationsstudie durch den Vergleich der Häufigkeit von Millionen von Genvarianten in Tausenden von DNA-Proben von kindlichen Bettnässern bestimmte Genvarianten identifiziert werden, die jeweils zu einer Erhöhung des Enuresis-Risikos beitragen. Diese Gene deuten darauf hin, dass dem Bettnässen eher physiologische Mechanismen statt psychische Probleme zugrunde lägen – den Forschern zufolge ein wichtiger Schritt zur Gewinnung neuer Erkenntnisse über zur Enuresis führende biologische Prozesse, wie eine zu geringe Blasenkapazität und/oder eine Polyurie.

Koitale Inkontinenz - Auswirkungen auf das Sexualleben

19.09.2018
Eine koitale Inkontinenz mit unwillkürlichem Harnabgang bei Penetration oder Orgasmus kann Umfragen zufolge erhebliche Auswirkungen haben: Viele der betroffenen Frauen vermeiden Sex wenn möglich oder haben das Gefühl, dass ihr Partner dies tut. Insgesamt ist die Lebensqualität der Patientinnen signifikant niedriger als bei nicht betroffenen Frauen. Umso wichtiger sind wirksame Behandlungen wie spannungsfreie Vaginalbänder.