Urologinnen Treffen

Berichterstattung 2026

Vielfalt, innovative Diagnoseverfahren und anspruchsvolle Therapien machen die Urologie zur attraktiven Fachdisziplin. Eine gute Orientierung über aktuelle Entwicklungen bot das diesjährige Urologinnentreffen in Frankfurt/M. Seit mittlerweile 5 Jahren bietet es eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch aus weiblicher Fachperspektive. Das breit gefächerte Programm griff hot topics aus verschiedenen Teilbereichen der Urologie auf. Expertinnen berichteten aus erster Hand praxisnah über wichtige Fortschritte und lieferten damit die Basis für angeregte Diskussionen. 

Ärztliche Beratung: Der Patient gestikuliert lebhaft, während anatomische Modelle des Körpers im Vordergrund stehen.

Andrologie

Extreme hautnah: Grenzen und Innovationen in der Andrologie

Mod.: Prof. Dr. Sabine Kliesch, Münster

Kinderwunsch und Andrologie sind stark miteinander verbunden. In den Vorträgen zu diesem Thema wurde klargestellt: Eine gute andrologische Diagnostik ist Voraussetzung, um eine gezielte Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch einzuleiten, wobei die Genetik eine immer größere Rolle spielt. Zugleich mehren sich die Indizien, dass männliche Infertilität ein Indikator für verschiedene systemische Erkrankungen sein kann. Die Urologie könnte im Zuge dessen mehr Verantwortung in der Früherkennung und Prävention übernehmen.

Kinderwunsch: andrologische Diagnostik unverzichtbar

Prof. Dr. Sabine Kliesch, Münster

Komorbiditäten bei andrologischen Patienten: Was lernen wir für die Sekundärprävention?

Dr. Maria Schubert, Münster

Uro-Onkologie

Spagat Uroonkologie: Evidenz vs. Versorgungsrealität 

Mod.: Prof. Dr. Julia Heinzelbecker, Marburg

In diesem Themenblock berichteten die Referentinnen kompakt über wichtige Neuerungen und deren Praxisrelevanz. Schwerpunkte waren die S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom sowie das uroonkologische Nebenwirkungsmanagement bei modernen Systemtherapien. Näher beleuchtet wurde zudem miRNA-371, ein vielversprechender Biomarker in der Diagnostik des Hodentumors. Nicht weniger wichtig ist das Tabuthema Sexualität bei onkologischen Patientinnen und Patienten: Vorgestellt wurden Wege, die beiderseitige Scheu, dies anzusprechen, zu überwinden.

Update S3-Leitlinie Prostatakarzinom (PCa): Was ist neu?

Prof. Dr. Angelika Borkowetz, Rostock

Toxizitätsmanagement bei neuen systemischen Therapien

Dr. Eva Hellmis, Duisburg

Onkologie und Sex: unvereinbare Extreme?

Dr. Viola Kürbitz, Westerstede

Mann mit Tablet vor warmem Hintergrund.

Leitlinien-Update

Nicht-onkologische Leitlinien reloaded: Was ist neu, was bleibt?

Mod.: Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel, Villingen-Schwenningen

Neue Evidenz aus Forschung und klinischer Erfahrung sorgt für eine hohe Dynamik bei urologischen Leitlinien: viele wurden jüngst überarbeitet oder sogar ganz neu erstellt, zum Teil zu seltenen und damit besonders herausfordernden Indikationen. Zwei Referentinnen erläuterten in Überblicksvorträgen strukturiert und übersichtlich die wichtigsten Updates. Im Mittelpunkt standen die pädiatrische Urologie sowie die interstitielle Zystitis / Blasenschmerzsyndrom.

Leitlinien-Update: Interstitielle Zystitis / Blasenschmerzsyndrom (IC/BPS)

Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel, Villingen-Schwenningen

Mikro-RNA beim Hodentumor – Hot oder Schrott?

Prof. Dr. Julia Heinzelbecker, Marburg

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